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Kwa Wazee - ein Auffangnetz für alte Menschen in Not
 Kabananula Generoza Alfred, 81, 4 Enkelkinder In Tansania gibt es weder eine AHV noch eine andere Form von Rente für alte Menschen. In der Regel kommen die Kinder für ihre Eltern auf, wenn diese alt und schwach werden. Mit HIV/AIDS hat sich die Situation für viele alte Menschen dramatisch verändert. Sie haben mit ihren eigenen Kindern nicht nur ihre Altersvorsorge verloren, sondern sie sind – selbst schon schwach – oft noch für mehrere Enkelkindern verantwortlich. Zudem ist diese Altersgruppe weitgehend von den Hilfeleistungen der Entwicklungsorganisationen ausgeschlossen; die beschränkten Mittel werden prioritär für Aids-Waisen und für arbeitsfähige Menschen eingesetzt. Die Alten leiden im Verborgenen.
Eine im Auftrag von REPSSI (Regional Psychosocial Support Initiative), HelpAge International, World Vision International und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Jahr 2008 durchgeführte Studie hat die Wirkungen der Kwa Wazee-Renten untersucht: Die Lebensqualität der alten Menschen und ihrer Enkelkinder verbesserte sich trotz kleiner Beträge deutlich. Die Renten ermöglichen mehr und reichhaltigere Nahrungsmittel, eine bessere Versorgung mit Produkten wie Seife oder Lampenkerosin, einen besseren Schutz vor Notsituationen, mehr gegenseitige Unterstützung, einen verbesserten Gesundheitszustand und gesteigertes Wohlbefinden sowie grössere Bildungschancen für die Kinder.
>> Resultate der Studie downloaden (PDF-Dateien)
Auch aufgrund der Erfahrungen von Kwa Wazee wurden Pläne ausgearbeitet, in mehreren Regionen Tansanias Pilotprojekte zu lancieren, die eine Einführung von Altersrenten in viel grösserem Umfang testen sollen. Kwa Wazee hofft, dass damit möglichst bald begonnen wird.
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